Und was ist mit dem Körper?

Gerade Menschen, die sich sehr mit ihrer spirituellen Entwicklung beschäftigen, die verstanden haben, dass Seele und Geist einen maßgeblichen Einfluß auf unser Wohlbefinden haben, vernachlässigen oft ihren Körper (da nehme ich mich nicht aus). Dabei ist er doch der „Tempel unserer Seele“.
Was es bedeutet lebendig zu sein, was es bedeutet einen gesunden Körper zu haben wird uns oft erst bewusst, wenn der Körper krank wird, wenn die Lebensenergie den Körper nicht mehr wie gewohnt erhält. Das Gute nehmen wir oft als selbstverständlich hin; der Körper bekommt erst unsere Aufmerksamkeit, wenn er nicht mehr funktioniert.

Gleichzeitig blicken wir auf die hinab, die ihrem Körper ganz offensichtlich schaden und z.B. Rauchen oder Übergewicht haben. Wir schauen zu denen hinauf, die ihren Körper zu Bestleistungen anspornen.
Jedoch: in jedem dieser Körper kann eine verletzte, einsame Seele zuhause sein. Es ist einfach und bequem über die Äußerlichkeiten auf das Innere zu schließen. So einfach wie falsch.
Wir vertrauen unserem Schubladendenken, weil es schnell geht und keine Mühe macht. Das Herz kennt solche Be-und Verurteilungen nicht. Viel ist getan, wenn du nur für einen Moment inne hältst und den anderen einfach ansiehst – wohlwollend (was für ein schönes Wort) mit offenem Herzen.
Und: wie wäre es wenn du dich genauso betrachtest – wohlwollend. Ich weiß …. nichts ist schwieriger als sich ohne innerlichen Kommentar anzuschauen (im Spiegel oder in der Vorstellung).

Als Reiki-Praktizierende/r kannst du auch noch einen Schritt weiter gehen: natürlich legst du dir selbst die Hände auf, aber du kannst noch mehr für dich tun, um dich ganzheitlich besser zu fühlen in deinem Körper. Du kannst mit ihm Reden – so wie du mit einem kleineren Kind reden würdest – denn unter uns: das Körperwesen versteht dich dann einfach besser.

Ein Beispiel:
Ich habe einen großen Garten und habe im Frühjahr entsprechend zu tun mit Hecke schneiden, umgraben, Einplanzen, usw. Wenn ich dann nach einigen Stunden fertig bin (im Wortsinne) und merke wie mich das geschafft hat „rede“ ich mit meinem Körper (laut oder in Gedanken) z.B. „War doch ganz schön anstrengend eben, ich hab mal wieder kein Ende gefunden… Tut mir leid, du kennst mich ja. Morgen gehen wir nur spazieren, versprochen!“ Ich sehe, während ich so mit meinem Körper rede, meinen Körper wie ein eigenes Wesen vor mir stehen, der sich das anhört und auch mal mit dem Kopf schüttelt oder mir auf andere Weise zeigt, das er das nicht so gut fand, was ich da wieder gemacht habe. Allerdings findet er auch gut, wenn ich ihm das erkläre und mich entschuldige.

FAZIT: es hilft, sich zu entschuldigen oder dem Körper vorab etwas zu erklären, damit er entspannt bleiben kann und nicht nervös wird – z.B. bei einem Zahnarztbesuch: „Der Zahn tut ja weh (Körper nickt), deshalb gehen wir jetzt zum Zahnarzt, der macht dann was, damit das Aua aufhört – also kein Grund sich aufzuregen. Ok? – Körper ist einverstanden.

Probiere es doch einfach mal aus. Ich bin gespannt.

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